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Es war einmal - Das Möbelhaus SPANDAU:
Wie lange sich die Familie Spandau vor dem 2. Weltkrieg mit demVerkauf von Möbeln beschäftigt hat oder ob die Familie tatsächlich aus Berlin-Spandau stammt, konnten wir bis heute nicht eindeutig klären.
Sicher ist jedoch, das nach 1945 die Familie Spandau in einer Ruine am fast völlig zerbombten Engelbosteler Damm Möbel verkauft hat. 1952 entstand am heutigen Standort ein Neubau, der zunächst nur aus dem Keller- und Erdgeschoss bestand. Beide Etagen wurden als Möbelverkaufsraum genutzt.
Schon 1956 konnte dann das 1.Obergeschoss mit seinen charakteristischen großen, geneigten Scheiben gebaut werden. Es folgte bald darauf die nächste Verkaufsetage und darüber dann auch eine Wohnung in die die Familie Spandau einzog.
Aus dieser Zeit stammt auch das bis heute genutzte Logo und die Lichtwerbung an der Fassade!
Nach dem Tod des Herrn Spandau führten seine Töchter das Möbelhaus unter dem Namen Iffländer - Rubin weiter. Die Lichtwerbung und die enge Verbindung zur Nordstadt blieben glücklicherweise erhalten.
 
SPANDAU Projekt - die Idee:
1999 zogen das junge Architekturbüro AheadConcept und die Netzwerker VOZWO mit ihrem Büro in das 1. Obergeschoss des Hauses. Bis auf die Möbelverkaufsfläche im Erdgeschoss und den Keller stand das Haus zu diesem Zeitpunkt schon leer.
Die Schließung des Möbelgeschäftes war absehbar, große Häuser wie Ikea oder Möbel Staude hatten längst die Vorherrschaft übernommen. Kleine Möbelhändler gehörten allein schon wegen der geringeren Ausstellungsfläche zur aussterbenden Zunft.
In dieser Zeit entstand die Idee, die für diese Lage ungewöhnlich urbane Immobilie zu einem kulturellen und gastronomischen Zentrum für die Nordstadt auszubauen.
Einem Ort der Kommunikation und ein Ausgangspunkt einer "neuen Nordstadt", die sich zeitgemäß in Richtung Dienstleistung und Trendstores entwickeln sollte.
Nachdem das Möbelgeschäft dann geschlossen wurde, begann das frisch gegründete "SPANDAU Projekt", welches nicht nur aus der Bürogemeinschaft, sondern auch einer Menge Unterstützern bestand, mit Ausstellungen, Lesungen und den dazugehörigen "Vernisssagepartys" die leere Fläche zu bespielen.
Schnell wurden die Veranstaltungen im SPANDAU gut besucht und der Ort ein Begriff im Repertoire der kreativen Szene.
Ein Umbaukonzept wurde erarbeitet, Wege für die Finanzierung gesucht, Gespräche mit Behörden geführt. Ein langer Weg begann.
 
SPANDAU Projekt - Bestandsaufnahme:
Der Engelbosteler Damm hat sich durch und nach dem U-Bahn Bau entscheidend verändert. Zum einen durch die veränderten Verkehrsflüsse, aber auch durch die allgemein geänderten Rahmenbedingungen. Ähnlich der Entwicklung in der Möbelbranche starben viele Unternehmen weg, deren Warensortiment nun von Kaufhäusern und Baumärkten übernommen wurde. Dazu kommt eine natürlich bedingte Fluktuation, denn viele mittelständische Einzelhändler gründeten ihre Firmen in den "Wirtschaftswunderjahren" und gingen nun nach und nach in den verdienten Ruhestand. Beides zusammen führt zu einem "Ausbluten"des Handels ausserhalb der Zentren.
SPANDAU Projekt - Analyse:
Der Engelbosteler Damm eignet sich hervorragend für eine Revitalisierung mit innovativen, jungen Konzepten.
Die breiten Gehwege mit Bepflanzung, fußläufige Nähe zur Innenstadt und Universität, hervorragende Anbindung an öffentliche Nahverkehrsmittel, gepaart mit niedrigen Mietpreisen und Leerstand - das sind ideale Grundvorraussetzungen. Hamburg und Berlin haben eindrucksvoll bewiesen, wie eine trendaffine Orientierung auch die klassischen Branchen neu beleben kann.
Das Einzige was es dafür braucht ist ein Startpunkt...
 
SPANDAU Projekt - das Konzept:
Das Spandau sollte ein solcher Startpunkt werden. Um eine hochwertige Gastronomie im neuen, erweiterten Erdgeschoss sollten sich kulturelle Veranstaltungen wie Kunstausstellungen und Lesungen im 1.Obergeschoss sowie Filmvorführungen, Theater und Konzerte im Keller gruppieren.
Wichtig war und ist uns besonders, dass wir mit einer guten Küche und Kulturveranstaltungen auch Menschen aus dem Stadtteil von unserem Projekt überzeugen. Durch eine moderne Formensprache sowie Musik, Konzerte und Partys soll sich auch die junge kreative Szene aus ganz Hannover weiter bei uns zu Hause fühlen. Der Spagat ist gewollt, denn nur so entsteht ein Ort der Kommunikation...
Im März 2002 war dann endlich alles soweit, das SPANDAU konnte neu eröffnen!
 
SPANDAU Projekt - Heute:
Wir können mit gutem Recht bis heute auf einen erfolgreichen Weg verweisen. Vieles hat wie gedacht oder ähnlich funktioniert. Unser Konzept war Anregung für viele andere.
Eine ganze Reihe neuer Läden sind um uns herum entstanden. Erfolgreiche Kulturreihen wie der Kurzfilmabend "Und Bitte...!" (nun im Cinemaxx) oder die Lesungsreihe "Enzos Hörbar" (nun im Enercity Café) haben im SPANDAU begonnen und sich erfolgreich entwickelt, so das größere Räume nötig wurden.
Immer noch präsentieren wir ca. alle 6 Wochen einen neuen jungen Künstler in unsere Galerie und die SPANDAU Konzerte und Partys haben eine guten Ruf  weit über Hannover hinaus.
Wir werden auch in Zukunft unsere Arbeit voller Idealismus in den Stadtteil und Hannover stecken, denn in beiden ist mehr möglich, als man manchmal glaubt!
 
In diesem Sinne, Eure Spandauer
Dirk und Heiko


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